Canon PowerShot S110 Digitale Kompaktkamera Test 2016

Canon PowerShot S110

Canon PowerShot S110

Wertung & Auszeichnung 1)

Canon PowerShot S110 Test

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Gesamturteil
Ausstattung
& Funktionen
Handhabung
& Fotoqualität
Verarbeitung
Preis-Leistung

Merkmale

  • 12,1 Megapixel, Canon CMOS Pro Sensor
  • DIGIC 5 Prozessor verbaut
  • 24mm Ultra-Weitwinkel-Objektiv an Bord
  • WLAN und GPS-Tagging möglich

Vorteile

  • Bildqualität
  • Autofokus recht schnell
  • JPEG und RAW
  • Touchscreen
  • Bedienung

Nachteile

  • Verzeichnung im Weitwinkel
  • Geotagging nicht möglich

Typ

Technische Daten

MarkeCanon
ModellPowerShot S110
Aktueller Preisca. 699 Euro
Maximale Auflösung12,0 Megapixel
Bildgröße4.000 x 3.000 Pixel
Video-Auflösung1.920 x 1.080 Pixel
Display3,0 Zoll, Touchscreen
Display-Auflösung461.000 Subpixel
Display schwenkbar-
Display-Helligkeit anpassbarmanuell
Sucher-
Bildsensor-TypCMOS
Bildsensor-Größe1/1,7 Zoll
Optisches Zoom5,0fach
Minimale Brennweite24 mm
Maximale Brennweite120 mm
Optischer BildstabilisatorLinse beweglich gelagert
Mindestabstand Makro3 cm
Lichtstärke Objektiv (Weitwinkel - Tele)1:2 - 1:5.9
Aufnahme-ModiAutomatik, Programm, Zeitvorwahl, Blendenvorwahl, Manuell
Aufnahme-Programme21 Motivprogramme, automatische Programmwahl
Panorama-ProgrammPanorama-Assistent
Minimale Verschlusszeit (Automatik)1/2.000 s
Maximale Verschlusszeit (Automatik)1,00 s
Minimale Verschlusszeit (Manuell)1/2.000 s
Maximale Verschlusszeit (Manuell)15 s
Blende (Automatik)2,0 - 8,0
Blende (Manuell)2,0 - 8,0
Einstellbare Blendenstufen (Av, M)13 Blendenstufen
Minimale Empfindlichkeit (ISO min)ISO 80
Maximale Empfindlichkeit (ISO max)ISO 12.800
Abmessungen99 x 59 x 27 mm
Gewicht200 Gramm

Besitzer einer Spiegelreflex-Kamera, die auf der Suche sind nach einer kleinen, leichten und technisch gut ausgestatteten Kompaktkamera mit der Möglichkeit, Aufnahmen in RAW zu machen, sollten sich die Canon PowerShot S110 einmal näher anschauen. Die S110 besticht vor allem mit Ihren vielfältigen Einstellungsmöglichkeiten.

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Ausstattung

Auch bei diesem Modell aus dem Hause Canon gibt es den bewährten und äußerst hilfreichen Ring um das Objektiv, mit dem sich Zoom, Blende, Verschlusszeiten oder ISO komfortabel und schnell justieren lassen. Die Zuweisung der Funktion erfolgt über die Taste „Ring Function“ auf der Rückseite. Dort befindet sich auch das Einstellungs-Wahlrad, das die Vierfach-Wippe umschließt. Im manuellen Modus lassen sich die Blende mit dem Objektivring und die Verschlusszeit mit dem Wählrad einstellen. Damit dürften auch die eingefleischten Besitzer einer Spiegelreflexkamera der Kompaktkamera etwas abgewinnen können, zumal die Kamera gute Aufnahmen im RAW-Format an den Tag bringt.

Neben der Aufnahme- und Wiedergabe-Taste vervollständigt die Menü-Taste die Bedienelemente auf der Rückseite. Die Navigation im Menü kann über die Vierfach-Wippe oder mit Hilfe des Einstellungs-Wahlrads erfolgen, was meistens deutlich schneller geht, beispielsweise beim Blättern in der Galerie. Die Vierfach-Wippe ist mit nützlichen Funktionen wie dem Blitz, dem manuellen Fokus und der Belichtungskorrektur/WLAN belegt. Alles sehr durchdacht. Auf der rechten Oberseite der kleinen Kompaktkamera wird mit dem geriffelten Wahlrad der Modus gewählt: Auto, Programmautomatik, Motivprogramme für Einsteiger und die halbautomatischen Programme wie der Zeit- oder Blendenmodus sowie der manuelle Modus für erfahrene Anwender. Hier unterstützt übrigens das Safety-MF-System, eine Hilfe zur Fokussierung, die ebenso genau und sicher funktioniert wie der schnelle Autofokus. Daneben gibt es den Video-Modus mit umfangreichen Einstellmöglichkeiten. Aufgezeichnet wird in Full-HD (1920 x 1080) mit 24 Bildern pro Sekunde und Stereoton. Darüber hinaus ist der Superzeitlupen-Modus noch recht interessant, wenn es gilt, schnell bewegende Objekte zu filmen. Die Wiedergabe erfolgt hierbei in einer Art Superzeitlupe. Leider ist bei Aufnahmen ein wenig das Zoomgeräusch zu hören. Mit dieser Problematik haben allerdings fast alle Kompaktkameras zu kämpfen. Ein Filmtagebuch mit 4-Sekunden-Schnipsel ergänzt die umfangreiche Palette der Modi. Panoramafotos werden mit Hilfe eines Stitching-Assistenten erstellt, aber die endgültige Montage erfolgt immer am Computer. Zusätzlich bietet die S110 ein HDR-Programm sowie eine Serienbildfunktion mit 10 Aufnahmen pro Sekunde in der höchsten Auflösung.

Neben dem Modus-Wahlrad ist der Zoom-Regler, der im Wiedergabe-Modus zum Verkleinern und Vergrößern dient, und links darunter der kleine Ein- und Ausschalter. Ganz links befindet sich der Blitz, der bei entsprechender Einstellung im Menü automatisch ausklappt, falls notwendig. Beim Halten der Kamera mit zwei Händen und aktiviertem Blitz passiert es hin und wieder, dass der Zeigefinger also versehentlich das Ausklappen verhindert. Hier muss man sich erst eben dran gewöhnen. Wird der Blitz nicht mehr gebraucht, lässt er sich mit etwas Druck wieder zurück in das Gehäuse befördern.

Das Fach für den Akku und eine Speicherkarte im SD-, SDHC- oder SDXC-Format befindet sich an der Unterseite. Auf einem Stativ stehend, lässt sich das Akkufach jedoch nicht öffnen. In der Praxis reicht der Akku für etwa 200 Aufnahmen, bei häufiger Nutzung des Blitzes sind es weniger. Hier empfiehlt es sich, einen Ersatzakku mitzuführen. Positiv fällt auf, dass das Stativgewinde der optischen Achse der Kamera entspricht – dies ist sehr gut im Hinblick auf Panoramaaufnahmen. Der USB- und HDMI-Anschluss ist auf der rechten Seite unter einer schwer zu öffnenden Klappe untergebracht. Die Menüführung ist klar und übersichtlich strukturiert – und doch lässt es sich mit Hilfe des neuen Touchscreens schneller navigieren. Der Touchscreen reagiert präzise und schnell. Neben der Möglichkeit, die Gitterlinien einzublenden, lässt sich eine elektronische Wasserwaage nutzen, um die Kamera gerade auszurichten. Das 3-Zoll-Display löst mit 461.000 Bildpunkten auf und bietet ein scharfes, kontrastreiches und farbenfrohes Bild. Auch bei Sonnenschein lässt sich darauf noch etwas erkennen.

Gegenüber der S100 ist das GPS nicht mehr an Bord, dafür aber WLAN. Geotagging ist nun nur noch über eine WLAN-Verbindung mit einem Smartphone möglich. Wer gerne die Bilder direkt in die Sozialen Netzwerke hochladen möchte, muss zunächst die mitgelieferte Software auf dem heimischen Computer installieren und dort die Kamereinstellungen festlegen. Wir vergeben 4 von 5 Sternen.

Handhabung und Fotoqualität

Für eine sehr gute Bildqualität sorgt ein 1/1,7-Zoll-CMOS-Sensor, der mit 12 Megapixel auflöst und perfekt mit dem bewährten und leistungsstarken Canon Digic-5-Prozessor zusammenarbeitet. Das Objektiv bietet eine Brennweite von 24 bis 120 Millimeter. Positiv ist die hohe Lichtstärke der Linse von F2,0 im Weitwinkelbereich trotz geringer Verzeichnungen. Im Telebereich fällt die Lichtstärke auf F5,9 ab. Wir konnten keinen gravierenden Schärfeabfall von der Bildmitte zum Bildrand feststellen und auch die Vignettenbildung hält sich in Grenzen. Unerwünschte Farbsäume sind allenfalls am Bildrand zu erkennen – das allerdings nur bei offener Blende und im Weitwinkelbereich. Die Bildschärfe ist sehr gut, zumindest bis ISO 1600. Danach fällt die Bildschärfe, wie bei den meisten anderen Kandidaten im Digitalkamera Test stark ab, außerdem nimmt das Bildrauschen deutlich zu. Obwohl die S110 eine Lichtempfindlichkeit von 80 bis 12.800 bietet, sind die Ergebnisse über ISO 1600 eher unbefriedigend aber auch komplett übertrieben. Die Darstellungsmöglichkeiten zwischen dem hellsten und dem dunkelsten darstellbaren Bereich sind in Ordnung, auch der Weißabgleich funktioniert einwandfrei.

Die Tonwertübertragung ist auf eine „shoot-to-print“-Kamera ausgerichtet und zeigt dementsprechend besonders farbintensive Aufnahmen mit einem hohen Kontrast – dennoch sind wir alles in allem von der Bildqualität und der Farbtreue absolut überzeugt. Wir vergeben 4 von 5 Sternen.

Verarbeitung

Das schlichte Metallgehäuse mit den leicht abgeschrägten Kanten erweckt nicht gerade den Eindruck, eine Kompaktkamera der gehobenen Klasse in den Händen zu halten, doch der Eindruck täuscht. Es gibt sie in der Farbe Schwarz und in einer edel und elegant wirkenden Kombination aus Weiß und Silber. Auf der Rückseite hat Canon die gummierte Fläche rechts oben für den Daumen gegenüber dem Vorgängermodell S100 deutlich vergrößert und einen Wulst in das Gehäuse integriert. Dadurch ist die Haptik der 200 Gramm leichten Kompakten sehr gut. Wir vergeben 4 von 5 Sternen.

Preis-/Leistungsverhältnis

Aktuell bekommt man die Canon für 699 Euro im Online-Shop von Amazon. Keine Frage, am aktuellen Preis gibt es nichts auszusetzen, denn diesen ist die Cam aufgrund ihrer Haptik und Bedienerfreundlichkeit wert. Wir vergeben 4 von 5 Sternen.

Fazit

Die Canon PowerShot S110 überzeugt mit einer eleganten Schlichtheit und einer unglaublich umfangreichen Ausstattung. Sowohl Einsteiger als auch erfahrene Anwender können mit dieser Kompaktkamera qualitativ absolut hochwertige Aufnahmen erstellen. Darüber hinaus sprechen für die Kamera: Der schnelle Start bei der Videoaufnahme, das Full-HD-Format, gute Aufnahmen auch bei schlechteren Lichtverhältnissen und der manuelle Modus mit der Ringsteuerung sowie der Touchscreen. Wir vergeben insgesamt 4 von 5 Sternen. Bei Amazon finden wir derzeit 419 Kundenrezensionen, welche durchschnittlich 4.2 Sterne vergeben.

2 Kommentare und Erfahrungen

  1. Uwe Czybik am 15. September 2016

    Die Kamera war nach 2,5 Jahren defekt. Der in den Kundenrezensionen bereits mehrfach beschriebene Objektivfehler ist auch bei mir aufgetreten. Eine Reklamation und Reparatur auf Kulanz bei Canon wurde abgelehnt. Angeblich ist bei Canon kein Objektivfehler bei dieser Kamera bekannt. Sehr auffällig ist, dass der Fehler fast immer kurz nach Ablauf der zweijährigen Garantie auftritt. Deswegen habe ich keinerlei Vertrauen mehr in Canon Produkte und werde mir ab sofort nie wieder Canon Produkte kaufen.

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    • Holger Wolfers am 16. Oktober 2016

      Ich schließe mich, aus eigener Erfahrung, vollkommen diesem Kommentar an.

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