Tipps zur perfekten Porträtaufnahme

Kodak DigitalkamerasDie Porträtfotografie wird dafür genutzt, um Personen und speziell Gesicht im richtigen Licht darzustellen. Dabei wird bei einer Porträtaufnahme auf Detailreichtum und das perfekte Licht gesetzt. Eine Porträtaufnahme ist im Vergleich zu Schnappschüssen oder anderen Aufnahmen aber nicht immer leicht durchzuführen. Sie benötigen nicht nur das richtige Equipment, sondern auch den passenden Moment und das Auge für ein gutes Foto! Wie Ihnen eine perfekte Porträtaufnahme gelingen kann, zeigt Ihnen der nachstehende Ratgeber. Hier gibt es wichtige Tipps, wie Sie Menschen gut in Szene setzen können.

Tipp 1 – die Kamera und die Brennweite

Perfekte PorträtaufnahmeWelche Kamera Sie letztlich für ein Porträt nutzen, liegt an Ihnen. Allerdings ist es empfehlenswert, dass Sie eine Spiegelreflexkamera nutzen, bei denen Sie Objektive wechseln können. Zwar gibt es Kompaktkameras mit Zoom, doch ist der Zoom oft Schuld daran, dass das Gesicht sehr voluminös wirkt. Das passiert beispielsweise immer dann, wenn beispielsweise sehr geringe Brennweiten genutzt werden. Ein Fish-Eye-Objektiv sollte daher niemals für Porträts genutzt werden. Einzige Ausnahme: Sie möchten eine Aufnahme machen, bei der ein solcher Look gewünscht ist.

In der Regel kann gesagt werden, dass Brennweiten zwischen 50 und 100 mm genutzt werden sollten, um ideale Porträts erstellen zu können. Bei einer Brennweite von 50 Millimetern wirken das Bild und das Gesicht sehr natürlich. Wenn Sie zu höheren Brennweiten an die 100 mm greifen, dann wird das Gesicht flacher und schlanker. Wenn Sie das Bild nachträglich nicht bearbeiten möchten, können Objektive mit 70 mm wahre Wunder bewirken.

Tipp 2 – Ausschnitte beim Porträt

Ein Porträt zeichnet sich dadurch aus, dass wichtige Akzente im Bild gesetzt werden. Somit ist es nicht immer sinnvoll, wenn Sie den kompletten Kopf zentral ins Bild stellen. Hier kann Ihnen die Regel des goldenen Schnitts helfen. Teilen Sie das Bild längs und quer in je drei gleichgroße Teile. Die Schnittpunkte sind dann die Punkte, an denen Sie wichtige Objekte platzieren.

So kann es enorm reizvoll sein, wenn Sie den Fokus auf ein Auge legen und das Gesicht bildfüllend aufnehmen. Auch die Darstellung des halben Gesichts kann spannend wirken, sofern mit richtigen Lichtern gespielt wird. Die Fantasie wird nicht begrenzt. Merken Sie sich: Nutzen Sie die Regel des goldenen Schnitts, um Ihr Bild interessanter wirken zu lassen.

Tipp 3 – Schärfentiefe

Die Schärfentiefe beschreibt einen Vorgang, bei welcher die Person im Vordergrund enorm scharf dargestellt wird, während der komplette Hintergrund in einer farbigen Suppe verschwimmt. Je größer die Blende gewählt wird, desto größer ist auch dieser beschriebene Effekt. Wenn Sie also die abgebildete Person besonders stark hervorheben möchten und zudem keinen schönen Hintergrund besitzen, dann sollten Sie den Effekt der Schärfentiefe nutzen.

Der Effekt kann auch dann eingesetzt werden, wenn bestimmte Areale im Bild unscharf gestellt werden möchten. So können lediglich die Augen scharf gestellt werden, während der Rest des Gesichts leicht verschwommen erscheint. Auch hier können Sie frei wählen, wie das Objekt dargestellt werden soll.

Tipp 4 – Perspektive der Motive

Wie bereits erwähnt, kommt es beim Porträtieren von Menschen auf die Ausschnitte an. Tatsächlich müssen Porträts aber nicht immer frontal fotografiert werden. Es gibt viele verschiedene Perspektiven, die – sofern richtig angewandt – einen unglaublichen Effekt erzielen.

Perspektive Hinweise
Profil So gibt es beispielsweise das Porträt im Profil. Bei dieser Perspektive sehen Sie Ihr Motiv von der Seite. Gerade bei Personen mit markanten Gesichtszügen kann dieses Profil sehr interessant wirken.
Halbprofil Das Halbprofil ist eine Perspektive, bei der die Person schräg steht. Gerade wenn ein bestimmtes unregelmäßiges Merkmal hervorgehoben oder kaschiert werden möchte, kann solch ein Halbprofil verwendet werden. Beliebter Einsatz: Falls ein Muttermal verdeckt werden möchte, kann das Halbprofil angewendet werden.

Tipp 5 – Perspektive der Kamera

Natürlich können Sie nicht nur die Perspektive der Motive und Personen ändern, sondern auch die Perspektive, die mit der eigenen Kamera eingenommen wird. Bei der Porträtfotografie wird in der Regel immer eine Fotografie auf Augenhöhe angewandt. So stellen Sie Menschen unverzerrt dar und können zudem wichtige Details hervorheben.

Allerdings gibt es auch die Möglichkeit, dass Personen von unterhalb und oberhalb der Augenhöhe fotografiert werden.

Tipp! Bei der ersten Möglichkeit wirken Personen immer größer. Gern wird diese Art der Fotografie in der Werbung genutzt, damit Personen erhabener und wichtiger wirken. Bei Fotografien von oben wirken Motive oft trauriger und kleiner. Wollen Sie mit Ihrer Fotografie eine gewisse negative Nachricht übermitteln, wählen Sie die Perspektive von oben!

Tipp 6 – Viele Fotos

Wenn Sie Porträtaufnahmen machen, kann es immer sinnvoll sein, wenn Sie möglichst viele Aufnahmen machen. Letztlich kommt es zwar immer nur auf ein oder zwei Bilder an, doch kann es nicht falsch sein, wenn Sie viel Material geschossen haben. Das ist gerade dann wichtig, wenn richtige Lichtkompensationen gefunden werden möchten. Haben Sie nur ein oder zwei Fotos geschossen und merken Sie erst bei der Bildbearbeitung, dass Details nicht stimmen, müssen Sie das Motiv erneut aufsuchen. Das kostet Zeit und Nerven, die Sie schon im Vorfeld hätten schonen können.

Tipp 7 – das passende Licht

Mit Licht können viele Emotionen gesteuert werden. So kann ein Motiv wesentlich interessanter wirken, wenn das Licht nicht von oben kommt, sondern von der Seite stammt. Grundsätzlich gibt es keine Regel, wie das Licht bei einem Porträt scheinen soll. Allerdings ist es erwünscht, dass Sie mit unterschiedlichen Lichtquellen arbeiten. Wenn Sie beispielsweise den Blitz einsetzen, kann es sein, dass das Motiv sehr kalt und fahl wirkt. Würden Sie ein warmes Licht von der Seite einsetzen, wirkt das Bild wesentlich freundlicher und offener.

Tipp 8 – Reflexionen

Wer Reflexionen anwenden kann, gehört zu den Profis im Bereich der Fotografie. Reflexionen lassen Bilder unbewusst stärker erscheinen. Das fällt gerade dann auf, wenn Reflexionen in den Augen der Personen erzeugt werden. Somit wirken die Augen nicht nur größer, sondern auch die Farbe der Augen wird hervor gehoben. Das Setzen solcher Reflexionen ist enorm schwer. Setzen Sie dafür besondere Lichtquellen oder Spiegel ein, sodass das Licht auf gewünschte Stellen scheint und für Glanz sorgt. Oft entstehen Reflexionen auch durch Fensterscheiben oder Kerzen – einfache Mittel, die meist an jedem Ort vorhanden sind. Wie Sie die Reflexionen erzeugen, liegt an Ihnen. Die einfachste Methode zum Erzeugen von Lichtreflexionen ist der Blitz, der an der Kamera befestigt ist.

Vor- und Nachteile der Tipps für das perfekte Portrait

  • tolles Andenken
  • Sie können eventuelle Makel kaschieren
  • erfordert Übung

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