Tipps für das perfekte Foto

Vollformatkamera Nikon 2Die neue Kamera ist angekommen und schon möchten Sie sich in die Natur wagen und das perfekte Foto schießen? Oft ist es gar nicht so einfach, das richtige Motiv zu finden und dieses dann perfekt in Szene zu setzen. Zwar bieten Kameras mittlerweile sehr präzise Techniken und ausgefallene Funktionen an, doch müssen diese oft erst einmal beherrscht werden. Wie gelingt das perfekte Foto? Im folgenden Ratgeber gibt es einige Tipps, auf die Sie sich berufen können.

Tipp 1 – der goldene Schnitt

Tipps FotoWas viele nicht wissen: der goldene Schnitt ist eine Faustregel, mit welcher Fotografien eine besondere und bessere Wirkung erhalten. Hierfür bieten viele Digitalkameras auf den Bildschirmen sogar eigene Funktionen an – die Gitternetze. Die Gitternetze teilen in der Regel das Bild der Länge und Breite nach in je drei gleichgroße Teile. Auf den Schnittpunkten dieser Linie sollten Sie dann die wichtigen Motive anpeilen, die Sie fotografieren möchten. Auch können Motive in den Zwischenräumen abgelegt werden. Was bringt diese Art der Fotografie aber? Wer den sogenannten goldenen Schnitt anwendet, der benutzt eine Regel, die schon seit vielen Jahren in der Fotografie verwendet wird. Hierbei handelt es sich um keine Regel, die Sie unbedingt anwenden müssen, doch ist der goldene Schnitt ein Mittel zum Zweck.

Tipp 2 – das Stativ

Sollten Sie ein Motiv im Freien auswählen, dann benötigen Sie oft viel Geduld, um das passende Motiv auch zu finden. Wenn es dann einmal angepeilt wurde, kann es helfen, wenn ein Stativ genutzt wird. Das Stativ sorgt dafür, dass Sie einerseits den Selbstauslöser nutzen können, auf der anderen Seite sorgt das Stativ für Stabilität. Stative können in verschiedenen Größen und Formen gekauft werden, haben aber alle die Tatsache gemeinsam, dass Sie mit dem Stativ stabile und nicht verwackelte Bilder erhalten. Wann ist das Stativ besonders wichtig? Gerade wenn Sie Aufnahmen in der Nacht machen, sollten Sie zu einem Stativ greifen!

Tipp 3 – das Bildformat

Wenn Sie ein Motiv gefunden haben, bieten Ihnen die einzelnen Hersteller unglaublich viele Funktionen an, die Sie beim Bild einstellen können. So stellt sich die Frage, ob das Bild normal, fein oder superfein geschossen werden soll. Die Antwort ist einfach.

Bildformat Hinweise
JPG Grundsätzlich lohnt es sich immer, die höchste Auflösung bei einer Kamera zu wählen. Greifen Sie dann zu dem Format JPG, wenn Sie viele Bilder auf einer Kamera speichern möchten.
RAW Das RAW-Format macht nur dann Sinn, wenn Sie wenige Fotografien machen und diese auf jeden Fall nachbearbeiten wollen. Der Grund: RAW-Bilder sind unkompromiert, besitzen also wesentlich mehr Informationen, die sich nachträglich noch bearbeiten lassen. Bei einem normalen Bild mit JPG-Format sind Informationen verdichtet, was dazu führt, dass wichtige Informationen verloren gehen können. Der Vorteil ist aber, dass solche Bilder nur wenig Speicherplatz auf der Kamera einnehmen.
ISO Achten Sie beim Einstellen der Kamera auch immer auf den sogenannten ISO-Wert. Dieser Wert zeigt Ihnen, wie lichtempfindlich die Kamera sein soll. Je höher der Wert eingestellt ist, desto düsterer kann die Umgebung sein, die Sie fotografieren. Doch Vorsicht: Zu dunkle Umgebungen und zu hohe ISO-Werte lassen ein Bildrauschen entstehen. In diesem Fall werden Pixel sichtbar, die das Bild schlecht wirken lassen.

Tipp 4 – die Blende einstellen

Egal ob Kompaktkamera oder Spiegelreflexkamera – die Blende kann bei vielen Modellen separat eingestellt werden. Die Blende gibt an, wie viel Licht im Augenblick des Auslösens in die Kamera gelassen wird. Je größer Sie die Blende einstellen, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Bilder verwackeln. Stellen Sie immer eine sehr große Blende ein, wenn Sie Porträts machen wollen oder Objekte fotografieren, die sehr nah sind. Weit entfernte Objekte hingegen können wiederum unscharf wirken und zu stark belichtet sein. Für nahe Aufnahmen sollten Sie aber immer eine große Blende einstellen.

Tipp 5 – der Lichteinfall

Der Lichteinfall wird in diesem Fall nicht von der Kamera bestimmt, sondern von der Person, die das Foto macht. Es ist immer enorm wichtig, dass nicht gegen das Sonnenlicht oder eine andere Lichtquelle fotografiert wird. Das Licht sollte im besten Fall immer hinter dem Fotografen sein, darf dann aber auch keine Schatten vom Fotografen selbst werfen. Würden Sie das Motiv gegen das Licht fotografieren, wird die Kamera das Objekt sehr dunkel (fast schwarz) darstellen, während die Umrisse stark überbelichtet wären.

Tipp 6 – Fokussierung

Wenn Sie ein Objekt oder ein Motiv gefunden haben, sollten Sie sich – sofern Sie keine schnellen Schnappschüsse machen – Zeit lassen. Wichtig ist es, dass Sie alle Einstellungen der Kamera berücksichtigt haben und dann die Fokussierung vornehmen. Vom Fokus wird gesprochen, wenn der Auslöseknopf leicht gedrückt wird. In diesem Fall richtigen Sich die Linsen auf das Objekt ein. Beim Fokus sollten Sie aber immer genau überprüfen, welche Punkte auf dem Motiv scharf gestellt werden. Es kann passieren, dass sich der Fokus auf Objekte hinter dem Motiv einstellt und versucht, diese scharf darzustellen. Der Effekt? Das Motiv selbst bleibt unscharf. Prüfen Sie diese Faktoren, bevor Sie das Bild schießen.

Tipp 7 – Augenhöhe

Beim Fotografieren von Kindern kann es passieren, dass die Bilder einen komischen Effekt besitzen, sodass Kinder unnatürlich aussehen. Das passiert immer dann, wenn Bilder von einer höheren Ebene aus fotografiert werden. Das kann schon dann passieren, wenn größere Erwachsene das Foto von Kindern machen. Aus diesem Grund sollten Sie sich bei Motiven immer auf die Größen der Motive anpassen. Knien Sie sich hin, wenn Sie Porträts von Kindern machen wollen und setzen Sie sich, wenn Sie beispielsweise Makro-Aufnahmen von Blumen oder Tieren machen wollen.

Tipp 8 – Rote Augen

Rote Augen sind ein Phänomen, welches mit der Erfindung des Blitzes eingetreten ist. Beim Blitzen wird eine Reflexion an den Pupillen erzeugt, sodass die Personen rote Augen erhalten. Das sieht nicht schön aus und muss meist am Rechner retuschiert werden. Es gibt aber eine Möglichkeit, um die roten Augen schon im Vorfeld zu vermeiden. Greifen Sie zu einer Kamera, die einen sogenannten Vorblitz besitzt.

Tipp! Dieser Blitz entsendet einen kleinen Lichtimpuls, bevor die Kamera den eigentlichen Blitz mitsamt Foto auslöst. Der kleine Blitz sorgt dafür, dass die Pupillen verengt werden und somit keine Reflexionen entstehen können. Alternativ können Sie aber auch die Stärke des Blitzes regulieren oder komplett auf den Blitz verzichten, wenn Umgebungen hell genug erscheinen.

Vor- und Nachteile der Tipps für das perfekte Foto

  • tolles Andenken oder Geschenk
  • Sie können eventuelle Muttermale und andere Makel geschickt kaschieren
  • erfordert Übung und Geduld

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